So könnte man das Desaster rund um Wirecard wohl am besten beschreiben.

Festnahmen, Kautionszahlungen in Millionenhöhe, CEOs die sich auf den Philippinen vor den Behörden verstecken – Wolf of Wallstreet Vibes kommen auf. Die Anleger finden das Ganze nicht so lustig – was bei einem Kursrutsch von über 60% innerhalb eines Tages mehr als verständlich ist. Doch die Talfahrt nahm und nimmt kein Ende. Wirecard scheint auf dem Weg zum Pennystock zu sein. Genauso wie die fehlenden 1,9 Milliarden löste sich ein Milliardenwert des Unternehmens in Luft auf.

Sie halten zwar nicht den Titel für den größten Kursverlust im DAX aller Zeiten, haben es aber immerhin auf Platz 2 dieses sehr unrühmlichen Rankings geschafft. Wirecard hält damit einen sehr traurigen Rekord: In der Top 10 der größten Kursverluste tauchen sie gleich viermal auf. Zwischenzeitig verlor das Papier 97% innerhalb 1 Woche.

Dieses böse Erwachen sollte uns einige Dinge lehren:

P.S. Wer keine Zeit zum Lesen hat, sollte sich unbedingt unsere Podcast Empfehlung der Woche ansehen!


CONTENT DER WOCHE

Make Taste great again.

Die Menschen lieben Junk Food. Nichts Neues. Doch um in den vollen Genuss von Geschmacksverstärkern, Zucker und tonnenweise Fett kommen zu können, bedarf es eines intakten Geschmackssinns. Um den auch bei Schnupfen und Allergie Hochsaison wieder auf Touren zu kriegen, wirbt McCan Health Brazil mit dem Slogan „Make Taste great again“ für das Nasenspray „Nasojet“. 

Denn mit einer verstopften Nase schmeckt selbst der fettigste Burger, das süßeste Softeis und der saftigste Hot Dog nur wie Pappe. Beim Anblick der Bilder kann dieses Gefühl jeder sofort nachvollziehen.

Quelle: https://www.adsoftheworld.com/media/print/nasojet_make_taste_great_again

Masken können Leben retten.

Es ist das Ende der 80er. Kane Hodder stapft als untoter Hüne „Jason“ im Film „Freitag der 13. Teil VIII – Todesfalle Manhattan“ mit Hockey Maske und Machete durch ebenjenen Stadtteil New Yorks und verfolgt seine Opfer mit stoischer Gelassenheit.

Auch wenn der Film die Kritiker nicht überzeugen konnte, unter den Slasher Fans ist Jason eine Legende. Die Machete seine Waffe, die Maske sein Markenzeichen. Unheimlich und angsteinflößend lässt sie ihn wirken. Fremd und unnahbar.

Diese Tatsache lässt sich im Grunde auf alle Masken beziehen. Die Agentur WPP macht nun mit einer Reminiszenz an den furchteinflößenden Serienkiller auf das Maskenproblem in New York aufmerksam: Wir sehen einen großgewachsenen Mann mit Jason Maske und seinem typischen Outfit im Alltag zu: Ob beim Enten füttern, in der Tram, oder beim Spaziergang im Park – er scheint immer das gleiche Problem zu haben. Seine Mitmenschen, die ebenfalls Masken (als Mundschutz) tragen, flüchten panisch vor ihm. Dass er nicht den besten Ruf hat, ist ihm klar. Jedoch bezeichnet er sich selbst als „regular Guy“ hinter der Maske.

Zum Ende hin werden die Worte „Wearing a mask can be scary. Not wearing one can be deadly“ eingeblendet. Ein Spot mit Symbol: Ob die Gefahr von Jason durch seine Erscheinung und seinen zweifelhaften Ruf ausgeht, oder ob sie durch die Tatsache kommt, dass sie ihn als das sehen, was er wirklich ist; ein „regular Guy“ ohne eine (Mundschutz) Maske, lässt der Spot offen. 

Die Botschaft ist jedoch klar: Noch immer tragen viel zu wenige Menschen Masken und unterschätzen die gesundheitlichen Risiken, die damit einhergehen können.

Fakt ist: Keine Maske zu tragen ist genauso tödlich, wie eine Begegung mit Jason.

Bild: https://unsplash.com/photos/ZAYyDJ9hjmE/info
Quelle: https://www.adsoftheworld.com/media/film/nyc_mask

Denkt an eure Mitmenschen!

Man könnte meinen, dass wir aktuell genug Probleme haben und es wichtigeres gibt. Fehlanzeige! Denn was wirklich wichtig ist, vergessen wir leider viel zu oft. Es sind die Menschen um uns herum, die Hilfe benötigen. In Zeiten, in denen wir nur an Urlaub oder den Spaß im Schwimmbad mit unseren Freunden denken.

Die soziale Initiative von Fritz Kola, „Pfand gehört daneben“, macht während der derzeitigen Hitzewelle nun auf die Wichtigkeit der ausreichenden Wasserversorgung von Obdachlosen aufmerksam. Wasser kann im Zweifel Leben retten, denn der starken Hitze kann man aktuell nur schwer entkommen. 

Auch wenn das jetzt komisch klingt, aber greift zur Flasche! Und rettet eure Mitmenschen vor der Dehydrierung. Wir alle haben das Recht auf eine ausreichende Grundversorgung. 

Tolle Kreativ Kampagne, die wieder einmal ein in Vergessenheit geratenes Thema auf den Tisch bringt, und zu mehr Fürsorge im Alltag aufruft.

#gemeinsamstark


Nichts als Schauspielerei.

Wenn Darsteller, welche überwiegend in pornografischen Inhalten ihr Talent zur Schau stellen, an deiner Haustür klingeln und nach deinem minderjährigen Sohn fragen, gibt es eventuell Gesprächsbedarf in der Familie. Diese prekäre Situation hat die Regierung von Neuseeland vor kurzem als Spot für Aufklärung über die Gefahren von Internet Pornographie für Minderjährige dargestellt:

Zwei nackte Schauspieler klingeln an der Tür und fragen die Mutter nach ihrem Sohn. Auf die irritierte Frage der Mutter woher ihr Sohn den wenig bekleideten Besuch kennen würde, verraten die Beiden der sichtlich verwirrten Dame ihren Beruf: Schauspieler für pornografische Unterhaltung. Dass diese sich an Erwachsene richtet, dürfte jedem klar sein. Der Sohn kenne die beiden vom Konsum des Videomaterials über seinen Laptop, das iPad, die PlayStation, den Smart TV… Die Liste scheint endlos.

Die neuseeländische Regierung möchte hiermit sowohl auf die Umstände verweisen, dass viele Eltern gar nicht wissen, wie leicht es für ihre Kinder ist, jederzeit und überall auf diese Materialien zugreifen zu können, als auch darauf, dass viele Teenager sich mit dieser Form der Unterhaltung ihre eigene Version der sexuellen Aufklärung zu Gemüte führt. Leider vergessen diese jungen Menschen dabei meist das Wesentliche dieses Contents: Das ist nicht das echte Leben. Es ist Schauspielerei.


Morning Routine.

Wer an der Börse erfolgreich sein will, muss stets up to date sein. Auch wenn das Knistern von Zeitungspapier in der Hand ein vertrautes Gefühl der Informationsbeschaffung auslöst, haben wir immer weniger Zeit, um uns dem gedruckten Wort ausreichend zu widmen. Der Kaffee am Morgen wird nicht wie früher mit der Zeitung genossen, sondern im Auto im Stau. Wie gut dass es Podcasts gibt!

Unsere Empfehlung der Woche ist genauso wie eine gute Tageszeitung, und dann doch eben ein kleines bisschen besser: Stell dir vor du bekommst deine Zeitung. Jeden Morgen, pünktlich zum Frühstück. Sie informiert dich über die wichtigsten Ereignisse aus Politik und Wirtschaft. Und jetzt stell dir vor, jemand sucht vorab die relevantesten Dinge für dich raus und fasst sie für dich in einem 6-7 minütigen Voice Memo zusammen. Genauso fühlt sich „Handelsblatt Morning Briefing“ an.

Nur das Knistern von Zeitungspapier fehlt dann doch irgendwie.